FAQ zu PGP und PGPdisk
Wie sicher ist PGP?
PGP gehört zu
den sichersten Verschlüsselungsprogrammen! Dies gilt sowohl für die
eingesetzten Algorithmen, als auch für die verfügbaren Schlüssellängen.
Außerdem ist der Code Public-Source und wurde von vielen Kryptologen etc.
auf Schwachstellen untersucht.
Wie sieht das aus mit Exportrestriktionen bzw. der internationalen Version von PGP?
Die internationale Version ist
von der Funktionalität her identisch mit der US-Version. Der Unterschied
bestand nur in einigen verwendeten Algorithmen, die in den USA lizenzrechtlich
geschützt und damit kostenpflichtig waren. Die verwendeten Schlüssellängen
sind aber in beiden Versionen gleich, da PGP aus den USA nicht als Programm
exportiert wurden, sondern nur der Source-Code in buchform (legal!) ausgeführt
wurde. Die internationale Version wurde durch Scannen, OCR-Bearbeitung und Kompilierung
in Europa (Schweiz) hergestellt.
Welche Schlüssellänge soll ich wählen und wie ändert sich die Performance?
Eine Schlüssellänge
von 1024 ist (noch) sicher, eine Schlüssellänge von 2048 genügt
auch paranoiden Ansprüchen, alles darüber, ist schlicht und ergreifend
überflüssig und kann ggf. sogar zu Kompatibilitätsproblemen mit
früheren Versionen führen.
Performance-Unterschiede können - außer bei der Schlüsselgenerierung
- nicht enstehen, da der Public-/ Private-Key nur zur Übermittlung des "Session-Keys"
verwendet wird und nicht für die eigentliche Verschlüsselung. Diese
wird nach dem CAST-, IDEA- oder Triple-DES-Algorithmus vorgenommen wird, die mit
128 bzw. 168 Bit verschlüsseln.
Liegt die Container-Datei bei PGPdisk ständig verschlüsselt
vor, auch wenn sie gemounted wurde und wo liegen die entschlüsselten Daten,
der gerade aufgerufenen Dateien?
Es gibt zu keinem Zeitpunkt
entschlüsselte Dateien!
Es werden immer nur die Blöcke angefordert, die vom Treiber aus der entsprechenden
Stelle des PGPdisk-Volumes ausgelesen, entschlüsselt dem Betriebssystem
übergeben werden. Analog funktioniert auch der Schreibvorgang.
Das Verfahren ähnelt damit der Vorgehensweise eines CD-ROM-Treibers.
Wo liegt der Key für die Entschlüsselung
vor und nach einem Mount?
Der Schlüssel ist verschlüsselt
(mit der Passphrase oder für einen Public Key) an das PGPdisk-Volume
angehängt. Nach dem Mounten wird dieser permanent im Speicher gehalten.
Wird der Key im Arbeitsspeicher zwischengelagert
und kann er geswappt werden?
Der Schlüssel wird - wie
bereits erwähnt - im Arbeitsspeicher zwischengelagert, kann aber nicht geswappt
werden. PGP lädt hierzu extra einen Treiber, der das Auslagern dieses Speicher-Bereiches
verhindert. Der Schlüssel ist daher nie auf Platte zu finden.
Darüberhinaus ist er auch nicht ohne weiteres als Schlüssel zu erkennen,
da es sich um einen nur 128 bit langen String mit hoher Entropie hadelt.
Wie bewerkstelligt PGPdisk die extrem
schnelle Ver- bzw. Entschlüsselung?
Dies geschieht dadurch, dass
immer nur die angeforderten Blöcke "on-the-fly" ver- bzw. entschlüsselt
werden. Für die heutigen schnellen Rechnern ist dies auch bei starken Algorithmen
(in diesem Fall IDEA) kein Problem, das in Echtzeit zu schaffen. Der bremsende
Faktor ist also die Festplatte und nicht PGPdisk.
Ist es ein Sicherheitsrisiko, wenn
der Rechner ohne die PGPdisk abzumelden abgeschaltet wird?
Unter Sicherheitsaspekten
ist das kein Problem, da der Schlüssel ja nur im Arbeitsspeicher liegt.
Ansonsten sind die
Daten einer PGPdisk durch einen Absturz nicht mehr (und nicht weniger)
gefährdet, wie die "normalen" Daten, die auf einer HD gespeichert
sind.
Weitere Informationen und Links
zu diesem Thema gibt's auf meiner PGP-Seite!
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(Diese Seite wurde erstellt am 5.7.2000,
der letzte Update fand statt
am 5.7.2000) |